Fallstudie

Mit Video verbessert das Detroit Symphony Orchestra seine Reichweite und die Bekanntschaft unter möglichen Spendern

Mit Video verbessert das Detroit Symphony Orchestra seine Reichweite und die Bekanntschaft unter möglichen Spendern
Videos haben nicht nur unsere Erwartungen für das Erreichen neuer Zuschauer übertroffen, sondern bieten durch die Nutzung unserer Archive auch eine einmalige Gelegenheit zum Spendensammeln.
Eric WoodhamsDirector of Digital Initiatives, DSO

Das Detroit Symphony Orchestra (DSO) startete seine Webcast-Initiative 2011 und bot kostenlosen Zugang zu Live-Streams von über 20 klassischen Konzerten während der Spielzeit. Durch Live-Videos erreichte das DSO Zuschauer auf der ganzen Welt; mit ungefähr einer Million Zuschauern in vier Jahren hat das Orchester seine diesbezüglichen Ziele sogar übertroffen. Die Hälfte der Zuschauer stammt aus dem Großraum Detroit; die andere Hälfte verteilt sich gleichmäßig auf Zuschauer aus den USA und aus der ganzen Welt.

Hintergrund

Das international renommierte Detroit Symphony Orchestra ist das viertälteste Orchester in den USA. Es wurde von der Gemeinde seit jeher großzügig unterstützt, doch 2010 brachten der wirtschaftliche Abschwung in Detroit und institutionelle Herausforderungen das Orchester für einen Großteil der Spielzeit zum Verstummen. Beim DSO war man sich darüber im Klaren, dass man den Menschen in Zukunft über den Konzertsaal hinaus mehr Zugang zu seinen Symphonien verschaffen musste. Die Führung des DSO setzte auf Videos als treibende Kraft für die Verwirklichung der Vision, „das zugänglichste Orchester auf der Welt“ zu werden. Es hat funktioniert. „Das Webcasting hat dem Detroit Symphony Orchestra nach einer sehr schweren Zeit wieder zu größerer Bekanntheit verholfen“, bemerkt Woodhams.

Nach vier erfolgreichen Spielzeiten mit Live-Webcast-Streaming war beim DSO ein enormes Video-Archiv entstanden. Da man den Wert des eigenen Materials erkannte, begann man beim DSO nach Wegen zu suchen, wie Video-on-Demand am besten für die Spendenaktionen des Orchesters zu nutzen wäre.

DSO Replay: Klangqualität ohne Kompromisse

Das DSO wollte seine Live-Übertragungen weiter kostenlos anbieten und das Archiv nutzen, um Spenden für den Annual Fund des Orchesters zu befördern. In Zusammenarbeit mit Brightcove schuf man DSO Replay, das eigene Video-Portal mit On-Demand-Videos der Konzerte in HD-Qualität.

Die bestmögliche Tonqualität für Mitglieder beim Streaming von Videos war beim Aufbau des eigenen Video-Portals ein wichtiges Anliegen. „Brightcove arbeitete mit uns zusammen, um die Klangqualität beim Upload von Videos aufrechtzuerhalten – das war für uns entscheidend“, ergänzt Woodhams. „Diese kompromisslose Klangqualität bietet nur das DSO. Zudem erfüllt der Brightcove Player unsere Ansprüchen an Geschwindigkeit und Qualität der Videos. Wir können Videos in Full HD-Qualität (1080p) und mit 320 kbit/s für den Ton hochladen.” Brightcove verbessert und erweitert seine Player-Technologie ständig, daher können die DSO-Techniker Videos schneller und in höherer Auflösung hochladen. So erleben die Zuschauer Replay in rasanterem Tempo und in einer immer besser werdenden Qualität.

Um neue Spender zu erreichen, integrierte DSO eine Handlungsaufforderung in seine DSO Replay-Seiten. Alle Besucher der DSO-Website können zwei Minuten an Videos auf der DSO Replay-Seite kostenlos betrachten. Für eine Spende von 50 $ an den Annual Fund erhalten Nutzer unbegrenzten Zugang zur gesamten Bibliothek mit über 125 Werken. „Die Spender können sich unsere Konzerte jederzeit, überall und auf vielen Geräten anhören“, erläutert Woodhams.

DSO Replay wurde Ende 2015 gestartet und bot allen bestehenden Annual Fund-Spendern vollen Zugriff auf die Video-Bibliothek. In nur wenigen Monaten ist die Anzahl der Spender des DSO als Folge von DSO Replay um Hunderte neuer Haushalte angestiegen – für viele war es die erste Spende überhaupt an das DSO.

„Das Ergebnis war sogar besser als erwartet. Replay ist für die Menschen ein großer Anreiz zur Wohltätigkeit gegenüber dem DSO“, erklärt Woodhams. „Überdies ermöglicht Brightcove uns, die Handlungsaufforderung je nach Nutzer anzupassen. Bei neuen Zuschauern werben wir für Spenden. Bei bestehenden Spendern mit vollen Zugang zu unserem DSO Replay-Archiv können wir unter anderem Werbung für bevorstehende Konzerte, Kartenverkäufe und Abonnements für die Spielzeit machen.“

„Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von Brightcove war die Funktionalität von Gallery“, so Woodhams weiter. Die Plattform ließ sich einfach und schnell ans Laufen bringen und mühelos an unsere Bedürfnisse anpassen. Sie ermöglicht verschachtelte Wiedergabelisten und erlaubt es den Besuchern, auf vielfältige Weise nach Stücken zu suchen: alphabetisch, nach Komponist, nach Konzertdatum oder nach kuratierten Sammlungen.“

Unbegrenzte Möglichkeiten, mehr Zuschauer zu erreichen

Die Live-Webcasts aus dem Konzertsaal und DSO Replay sind inzwischen unverzichtbar beim Bestreben des DSO, das Symphonieerlebnis möglichst vielen Menschen nahe zu bringen. Als nächsten Schritt möchte das Orchester Schülern und Lehrern weltweit Zugang verschaffen. „Eine Reihe unserer eigenen Musiker nutzt die Video-Bibliothek als Lehrinstrument zur Vorbereitung von Schülern für das Vorspielen.“

Eine umfangreiche Content-Bibliothek und die Möglichkeit, neue Spender zu gewinnen, helfen dem DOS dabei, „das zugänglichste Orchester auf der Welt“ zu werden. „Wir sind dankbar, dass wir mit DSO Replay Zuhörer aus nah und fern an unserer wunderbaren Musik teilhaben lassen können“, resümiert Woodhams.