Wie Sie mit jenseits von Werbung & Co. mit Online-Video Geld verdienen

Wie Sie mit jenseits von Werbung & Co. mit Online-Video Geld verdienen

Die Popularität von Bewegtbildern im Internet wächst und damit auch die Möglichkeiten zur kommerziellen Nutzung. Immer mehr ausgereifte Bezahlinhalte und authentifizierte Viewing-Modelle eröffnen Publishern eine Fülle von Monetisierungsmöglichkeiten – Optionen, die weit über Werbeeinblendungen in ihrem Video-Content hinausgehen. Die Grundlage jeder erfolgreichen Monetisierungsstrategie ist die Auswahl und Umsetzung des passenden Geschäftsmodells, um die angestrebten Zielgruppen zu erreichen.

Umsatzgenerierung mit Online-Videos wird einfacher

Durch die heute verfügbaren Geschäftsmodelle und den ihnen zugrundeliegenden Technologien, die immer ausgereifter und weitreichend adaptiert werden, ist die Umsatzgenerierung mit Online-Videos sehr viel einfacher geworden. Obwohl viele Publisher ihre Umsätze weiterhin noch vorwiegend mit Werbung erzielen, ist dies, bildlich gesprochen, nur ein Stück eines sehr viel größeren Kuchens.

Eine der wichtigsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Online-Videos, die zum Teil durch reine OTT-Dienstleister ausgelöst wurde, ist die zunehmende Verbreitung unterschiedlicher Zahlungsmodelle. Ob Leasing, Abonnement oder Pay-per-View, Verbraucher akzeptieren durch die unkomplizierter werdende Nutzung die verschiedenen Möglichkeiten der Bezahldienste mehr und mehr. Für viele Publisher ist das am einfachsten einzurichtende und zu betreibende Modell durch Werbung finanzierter Video-Content. Doch gibt es noch andere werthaltige Modelle – von Paid bis hin zu authentifiziertem Content.

Für Content bezahlen

Kostenpflichtiger Content ist ein beliebtes Modell für lizenzierte Inhalte wie Spielfilme und Fernsehshows, das zunehmend auch für originalen Online-Content verwendet wird. Ein Beispiel hierfür ist die Netflix-Produktion von „House of Cards“. Der Grundgedanke ist, dass hierbei für Content statt von den Werbeanbietern direkt von den Zuschauern bezahlt wird, entweder über das Transactional VOD (TVOD)-Verfahren, bei dem Zuschauer für den Zugang zu einem bestimmten Online-Video-Titel bezahlen, oder per Subscription VOD (SVOD), bei dem Zuschauer eine monatliche Pauschale für den Zugang zu einer regelmäßig aktualisierten Content-Bibliothek entrichten.

Jeder Publisher würde natürlich vorziehen, seinen Content direkt an seine Zuschauer zu verkaufen, da dieses Modell höchst effizient und profitabler ist als Werbung. Allerdings ist der Einstieg in dieses Geschäft alles andere als einfach. Angesichts des großen Angebotes an für Zuschauer kostenlosen, durch Werbung finanzierten Videobeiträgen, muss der Content für ein solches Modell sehr attraktiv sein, damit Konsumenten ihren Geldbeutel öffnen.

Hochgradig spezialisierte Inhalte und weitere Trends

Lösen lässt sich diese Herausforderung z. B. über das Angebot hochgradig spezialisierter Inhalte, die für ein bestimmtes Publikum besonders attraktiv sind. Dies können etwa informative Videos mit Anleitungen durch einen Fachexperten oder stark regionalbezogene Inhalte sein. Es wird immer ein Publikum geben, das bereit ist, für eine zuverlässige Versorgung mit aktuellem, hochwertigem und interessantem Content zu bezahlen. Um mit einer Bezahlstrategie erfolgreich zu sein, müssen Sie also wissen, wer Ihr Publikum überhaupt ist und was es sehen will. Darüber hinaus müssen Sie Empfehlungen auf Grundlage des bisherigen Content-Verhaltens aussprechen, um Zuschauer zum Wiederkehren auf Ihre Website zu animieren.

Ein weiterer neuer Trend ist Video-Content, der sowohl von Verbrauchern als auch von Werbeanbietern bezahlt wird. Während dieses Szenario im Video-Bereich noch neu ist, ist dies bei anderen Medien bereits üblich – man denke hierbei z. B. an Zeitungsanzeigen, die an Leser verkauft werden. Nur das Internet bietet seinen Nutzern komplett kostenlosen Content. Durch einen Mix von werbefinanzierten und Paid Content, finden Publisher jetzt neue Wege, um ihren Content zu monetarisieren, und schützen sich damit vor Schwankungen in jeder der beiden Einnahmequellen.

Unabhängig vom gewählten Modell ist der Content-Schutz für Anbieter von kostenpflichtigen Inhalten ein besonders wichtiger Aspekt. Geht es um Inhalte, gehen viele Verbraucher den Weg des geringsten Widerstandes — auf legale oder andere Weise –, so dass kostenpflichtiger Content zusätzlich Content-Schutz und Digital Rights Management (DRM)-Vorkehrungen erfordert. Nur so lässt sich der unerlaubte Zugriff oder illegales Downloaden und Kopieren verhindern.

Mit der Marktdynamik Schritt halten

Bei der Auswahl Ihrer Monetisierungsstrategie sollten Publisher ein Auge darauf haben, in welchem Maße der expandierte Markt für Online-Videos durch das Verhalten der Verbraucher bestimmt wird. Werden Zuschauer mit komplizierten Online-Szenarien konfrontiert, kann dies leicht Frust auslösen, der dazu führt, dass sie dann vielleicht doch lieber den einfacheren Weg wählen, ob legal oder nicht, um die gewünschten Inhalte anzusehen.

Publisher müssen also nicht nur genau den Content anbieten, den ihre Zuschauer auch sehen wollen, sondern müssen dies auch genauso unkompliziert und zuverlässig tun, wie es sich ihre Zuschauer wünschen. Denn die beste Grundlage für jedes Geschäft sind immer noch loyale Kunden, die genau wissen, wie der angebotene Service funktioniert, und die klare Vorstellungen davon haben, welche Leistungen sie erwarten können.