Multi-Screen verändert die Welt des Marketings

Multi-Screen verändert die Welt des Marketings

Dass sich die Werbewirksamkeit von Multiscreen-Initiativen jetzt auch mit echten Zahlen untermauern lässt, zeigen immer neue Studien aus der täglichen Marketingpraxis. Nicht nur die kürzlich verkündeten satten Google-Gewinne werden das Verb „multi-screenen“ künftig unter Marketern sicherlich mehr und mehr salonfähig machen. Einen Einblick, wie Verbraucher heute fast selbstverständlich mit mehreren Geräten hantieren, gab Google in seinem „The New Multi-Screen World“-Report schon vor einiger Zeit mit einem 24-Stunden-Snapshot des typischen modernen „Multi-Screeners“. Laut Google kristallisieren sich dabei zwei hauptsächliche Nutzungsarten des Multi-Screenings heraus:

  • Der „sequenzielle Nutzer“, der seine Geräte nacheinander und zu unterschiedlichen Zeiten einsetzt. Typischerweise recherchiert dieser Nutzertyp z. B. Flugdaten auf seinem Smartphone, bucht sein Ticket aber zeitlich später auf dem heimischen PC.
  • Der „gleichzeitige Nutzer“, der seine Endgeräte parallel einsetzt. Dabei führt er sowohl zusammenhängende Aktivitäten über mehrere Endgeräte durch als auch voneinander unabhängige Aufgaben auf den einzelnen Geräten. So checkt er beispielsweise seinen Facebook-Account über das Smartphone, verfolgt dabei gleichzeitig eine Fernsehsendung im TV oder surft in den Werbepausen auf einem Tablet-PC. Gerade das „Pausen-Surfen“ vor dem TV-Bildschirm per Tablet oder Smartphone verführt Nutzer häufig dazu, nach Zusatzinformationen zu suchen, die inhaltlich mit dem gerade verfolgten TV-Geschehen zusammenhängen.
    Schließlich gibt der Google-Bericht dann passende Empfehlungen, wie sich diese modernen Multi-Screen-Gewohnheiten in heutigen Marketingstrategien niederschlagen könnten.

Auch wir von Brightcove veröffentlichen regelmäßig Neuigkeiten zur Multi-Screen-Entwicklung. Denn wir sind überzeugt, dass jeder Marketer bei der Ausarbeitung seiner TV-Marketing-Strategien heute bedenken sollte, wie sich durch auf einem Kanal bereitgestellter Content weitere Interaktionen auf anderen Geräten und Kanälen auslösen lassen. Vor zwei Wochen haben wir unsere erweiterte TV-Everywhere-Unterstützung angekündigt, die den Multi-Screen-Ansatz sogar noch weiter in die Zukunft vorantreibt, denn: Technisch lässt sich das, was Verbraucher beim TV-Konsum erleben schon längst nahtlos auf ihre persönlichen Endgeräte hin weiterführen und synchronisieren. So können Marketer mit den richtigen Tools etwa Zusatzinformationen zu TV-Sendungen gleichzeitig auf dem mobilen Endgerät des Zuschauers bereitstellen, ohne dass dieser während des Fernsehkonsums selbst danach suchen muss. Vorstellbar ist auch, dass zum gerade laufenden Fernsehspot gleich die passende Produktinformation auf dem i-Pad des Verbrauchers abrufbar ist.

Die aktuellen Erfolgsmeldungen zum Fortschreiten des Multi- oder auch Dual-Screen-Erlebnisses führen in Kombination mit dem jetzt zur Verfügung stehenden neuen Lösungen für TV Everywhere geradewegs zur Verwirklichung des schon so lange diskutierten interaktiven TVs. Und wir sind sicher, dass diese Entwicklung die Art, wie Marketer in Zukunft an die Erstellung von Marketingkonzepten,

-kampagnen und ihre Online-Video-Strategien herangehen werden, tiefgreifend verändern wird. Sei es im Hinblick auf die Programmierung der zugrundeliegenden technischen Tools, die Werbung selbst oder auch auf die Kombination aus beidem. Multiscreening wird in naher Zukunft dazu führen, der Art des Fernsehkonsums und auch den angebundenen TV-Monetarisierungslösungen eine ganz neue Dynamik zu verleihen.