Wie können App-Entwickler die mobile Plattform-Fragmentierung bewältigen?

Wie können App-Entwickler die mobile Plattform-Fragmentierung bewältigen?

Android ist und bleibt mit seinen verschiedenen Versionen weiterhin eine uneinheitliche und fragmentierte Plattform – dies zeigten auch wieder einmal die Anfang des Jahres veröffentlichten Daten von Android Developers: Demnach nutzen immer noch 47,6 Prozent der Android-betriebenen Geräte, die ihre Apps über Google Play herunterladen, die ältere Version Android 2.3 (Gingerbread). Die Version Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) hält einen Marktanteil von 29,1 Prozent, während die aktuellste Version Android 4.1/4.2 (Jelly Bean) bisher mit 10,2 Prozent nur einen relativ geringen Prozentsatz ausmacht.

Diese Informationen haben uns neugierig gemacht und wir wollten sehen, welche Plattformen und Versionen in den Nutzungsdaten von Brightcove Kunden dominieren. Phil Costa, Director of Product Management, hat dies anhand der Videoabrufe der Brightcove Video Cloud- Nutzer analysiert. Im Gegensatz zu den Android Developers-Daten, die auf der Nutzung von Apps basieren, haben wir untersucht, von welchen Plattformen aus Nutzer über das mobile Web auf Videos zugreifen. Auch wenn so natürlich kein direkter Vergleich möglich ist, sind die Daten doch sehr aufschlussreich. Sie geben einen Einblick, welche Android- (oder iOS-)Versionen auf Nutzergeräten von Brightcove Kunden dominieren – hier einige interessante Erkenntnisse:

  • Ende Dezember 2012 wurden 74,3 Prozent aller Android-basierenden Playerladevorgänge über Video Cloud von Geräten, die Ice Cream Sandwich oder spätere Versionen nutzen, abgerufen. Verglichen mit den Zahlen aus dem Monat Juli 2012 – hier waren es nur 26,8 Prozent – stellt dies einen rapiden Aufwärtstrend dar.
  • Für Android Honeycomb ließen sich nur 0,5 Prozent Playerladevorgänge feststellen. Das ist wenig überraschend, da die Tablets, für die dieses Betriebssystem entwickelt wurde, sich nicht im Markt durchsetzen konnten.
  • Android Gingerbread und Froyo halten gemeinsam einen Anteil von 23,6 Prozent – dieser Wert stimmt mit den Ergebnissen der neuesten Android Developers-Daten überein.
  • Schon im Dezember 2012 konnten wir bei Brightcove mit 79,6 Prozent der iPhones und 70,6 Prozent der iPads viele iOS-Upgrades auf das aktuellste Betriebssystem feststellen. Bedenkt man, dass iOS 6 erst im September 2012 erschienen ist, ist dies eine sehr hohe Adaptionsrate.

Wie lassen sich unsere Ergebnisse nun vor dem Hintergrund der neuesten Android Developers-Daten interpretieren? Wir sehen einen Anstieg der Internetnutzung durch neuere Tablets, die auf der Ice Cream Sandwich-Version laufen – obwohl es weiterhin unzählige ältere Geräte gibt, die Apps von Google Play herunterladen. Dies ist ein weiterer Hinweis auf die bestehende große Divergenz mobiler Plattformen, die App-Entwickler vor erhebliche Herausforderungen stellt, denn: Sie wollen ihre Apps natürlich für eine möglichst große Bandbreite an Plattformen und Plattform-Versionen sowie für unterschiedlichste Marken und Medienunternehmen entwickeln. Und letztere wiederum möchten ihren Video-Content einer möglichst breiten Gruppe von Endgerätnutzern zur Verfügung stellen.

Die, in der vergangenen Woche eingeführten, nativen Player Software Developer Kits (SDKs) für Apple iOs und Google Android, die mit branchenführenden Werbe-, Analytik-, Einschaltquotenmessungs- und DRM (Digital Right Management)-Anbietern integriert sind, ermöglicht es Premium-Video-Publishern Apps im Handumdrehen auszuliefern. Darüber hinaus erlauben sie Videos erfolgreich zu monetarisieren und die Leistung und die tiefe Betriebssystemintegration zu nutzen, die allein native Technologie bieten kann.